Sonntag, 12. Oktober 2014

Die Luna-Chroniken, Band 2: Wie Blut so rot von Marissa Meyer


Vor kurzem habe ich euch bereits den ersten Teil der „Luna-Chroniken“ von Marissa Meyer vorgestellt. Da mich „Wie Monde so silbern“ total in seinen Bann gezogen hatte, war es für mich selbstverständlich auch den zweiten Teil zu lesen. „Wie Blut so rot“ ist am 24. Januar im Carlsen Verlag erschienen und umfasst 512 Seiten.
Schon seit zwei Wochen ist ihre Großmutter verschwunden und Scarlet hat große Angst. Wurde sie entführt? Ist sie tot? Die Leute im Dorf hielten sie für verrückt und behaupten, sie wäre einfach abgehauen. Doch das kann Scarlet einfach nicht glauben. Grandmère ist doch alles was sie noch hat! Und sie würde ihre Enkelin doch nicht einfach so alleine lassen. Also tut Scarlet alles, um Grandmère zu finden und läuft dabei dem Straßenkämpfer Wolf über den Weg. Er fasziniert und ängstig sie zugleich. Trotz leichter Zweifel nimmt sie sein Angebot an, ihr bei der Suche nach ihrer Großmutter zu helfen. Doch kann sie ihm trauen? Denn Wolf scheint ein großes Geheimnis zu hüten…
Zeitgleich gelingt Cinder mit Hilfe eines weiteren Gefangenen, Kapitän Thorne, die Flucht aus dem Gefängnis. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Europa, denn eine heiße Spur führt sie dorthin. Hier könnte Cinder endlich Antworten zu ihrer Vergangenheit bekommen. Dies hat jedoch fatale Folgen für Prinz Kai. Denn dieser muss nun alles daran setzen, Cinder wieder zu finden, um so sein Abkommen mit Königin Levana einzuhalten. Sollte ihm dies nicht gelingen, droht Luna der Erde mit Krieg und die Wahrscheinlichkeit, diesen zu gewinnen, ist für die Erde eher unwahrscheinlich…


Auch „Wie Blut so rot“ konnte mich wieder vollauf überzeugen. Marissa Meyers Schreibstil ist gleichbleibend toll zu lesen und die Seiten flogen nur so dahin. Im zweiten Band liegt nun das Hauptaugenmerk auf den beiden neuen Protagonisten Scarlet und Wolf, dennoch kommen Cinder und Kai auch nicht zu kurz. Das war ein Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat. Es ist nicht, wie bei einigen Buchreihen, dass die Haupt-Charaktere aus dem ersten Band in den Folgenden nur noch eine kleine Nebenrolle spielen, sondern hier wird die Geschichte von Scarlet und Wolf sehr wirkungsvoll und nachvollziehbar mit der von Cinder und Kai verwoben.

Mit Scarlet hat Marissa Meyer einen vollkommen gegensätzlichen Hauptcharakter zu Cinder kreiert. Sie ist äußerst temperamentvoll und sagt ihre Meinung gerne rundheraus. Auch an Mut fehlt es der jungen Frau nicht, sie geht die Dinge gerne direkt und zielstrebig an. Dass das Ganze sie ab und an auch in Schwierigkeiten bringt, wundert einen kaum. Dennoch war sie mir von der ersten Seite an gleich sympathisch.
Auch Wolf konnte mich sofort überzeugen. Während er anfangs noch fast ein wenig schüchtern rüber kommt, revidiert man seine Meinung recht schnell, denn sobald er in einen Kampf verwickelt wird, mutiert er beinahe zum skrupellosen Killer. Man hat schon eine gewisse Ahnung, was ihm widerfahren ist, dennoch überrascht einen die Tragweite dessen im Laufe des Buches doch noch.
Und auch hier hat die Autorin wieder viel Herzblut in ihre Nebencharaktere gesteckt. Sie sind sehr facettenreich und authentisch gestaltet. Mich hat sehr gefreut, dass wir auch im zweiten Band nicht auf Cinders Adroidin Iko verzichten mussten, die ich ja sehr ins Herz geschlossen habe.
In diesem Band dehnt sich die Geschichte auch über den asiatischen Staatenbund hinaus aus. Durch Scarlets Geschichte und Cinders Hinweissuche kommen wir ins zukünftige Frankreich. Man bekommt die Konflikte zwischen den einzelnen Erdstaaten deutlicher mit, aber auch die Bereitschaft, zusammenzuarbeiten um sich gegen die äußerst machtgierige und gefährliche Levana behaupten zu können.

Das Cover ist wieder wunderhübsch und passend zum ersten gestaltet. Diesmal zieren lauter rote Wolfssilhouetten den schwarzen Hintergrund, die Schrift ist ebenfalls rot glänzend. Und ebenso ist der Roman wieder in vier große Teile unterteilt (Buch 1, Buch 2 etc…), wobei auch hier wieder jedem Teil ein Zitat aus dem Original-Märchen voraus geht.

Mit „Wie Blut so rot“ hat Marissa Meyer eine fantastische Fortsetzung der „Luna-Chroniken“ geschaffen, die mich wieder vollkommen in seinen Bann gezogen hat. Ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen. Sehr gefallen hat mir auch, dass am Ende des Bandes eine Leseprobe des nächsten Buches zu finden ist, die einen direkt neugierig auf den dritten Teil macht. Hoffentlich können wir „Wie Sterne so golden“ möglichst rasch in unseren Händen halten! Ich kann es jedenfalls kaum erwarten.
 

Kommentare:

  1. Huhu,
    die Reihe ist ja momentan in aller Munde, aber irgendwie konnte ich von der Begeisterung noch nicht angesteckt werden. Vielleicht liegt es am Cover, das mir irgendwie so gar nicht zusagt.
    Aber irgendwo muss die Begeisterung herkommen und wenn ich deine Rezi so lese, dann regt sich in mir vielleicht doch ein wenig das Interesse... Ach ich bin unschlüssig :D

    Werd auf jeden Fall mal öfter hier vorbeischauen, weils mir wirklich gut gefällt
    Viele liebe Grüße
    Nelly

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  2. huhu,

    ich habe deinen Blog doch tatsächlich gerade erst entdeckt?! :D Bin natürlich gleich mal Leserin geworden!
    Ich würde mich riesig freuen, wenn du auch mal bei mir vorbeischauen würdest:
    Http://lovinbooks4ever.blogspot.de

    Vielleicht gefällt es dir ja sogar bei mir?! :0)

    Wünsche dir noch einen tollen Tag

    Liebste Grüße

    Sonja

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