Dienstag, 21. Oktober 2014

Couch On Fire - Ich glaub, jetzt geht's los! von Heidemarie Brosche


Couch on fire“ ist mein erstes Buch von der deutschen Autorin Heidemarie Brosche. Es ist am 15.07.2013 bei Schwarzkopf & Schwarzkopf erschienen und umfasst 208 Seiten. Ich danke Frau Brosche herzlich für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars.
Mathias-Georg, von seinen Mitschülern sehr passend Couch genannt, ist ein echter Faulpelz. Sein Alltag besteht aus Schule, für die man – wenn überhaupt – nur das nötigste tut, danach faulenzen und sich von Mutti bedienen zu lassen. Sein Lieblingsplatz ist die Couch, auf die er sich sofort nach der Heimkehr fallen lässt und wehe, Fernbedienung und Chips sind dann nicht in greifbarer Nähe – das versaut ihm doch direkt den ganzen Tag.
Doch von heute auf morgen wird sein gesamtes Leben auf den Kopf gestellt: Seine Mutter tritt in den Streik und er verliert sein heißgeliebtes Handy, bekommt es aber kurz darauf von einem ehrlichen Mädchen zurück. Yayo, so heißt sie, ist nicht nur ab sofort eine neue Mitschülerin von Couch, sondern seiner Meinung nach auch das süßeste Mädchen der Welt – sie sieht aus wie seine liebste Anime-Figur! Natürlich will er sie näher kennenlernen und so kommt es, dass die totale Couch-Potatoe plötzlich beginnt, seine Leben und sein Verhalten grundlegend zu überdenken…


Mit „Couch on fire“ hat Heidemarie Brosche ein wirklich tolles Jugendbuch geschaffen. Die Autorin hat einen tollen Schreibstil, der sich herrlich leicht und flüssig lesen lässt. Couchs Geschichte wird auf wunderbar sympathische, humorvolle Art und Weise erzählt. Die Sprache ist sehr jugendlich gehalten, man merkt, dass Frau Brosche sich sehr gut in die Zielgruppe einfühlen kann.
Couch ist ein Charakter, der mir anfangs nicht sonderlich ans Herz gewachsen war. Mit seinem Verhalten hat er oft mehr als ein genervtes Kopfschütteln bei mir ausgelöst, im Laufe des Buches wurde er mir jedoch immer sympathischer. Es macht Spaß, ihm bei seiner Entwicklung zuzuschauen und quasi hautnah mitzuerleben, wie er allmählich erwachsener und verantwortungsbewusster wird. Frau Brosche schafft es hierbei, Couchs Wandlung sehr authentisch rüber zu bringen, so dass alles stets nachvollziehbar ist und nicht alles ganz plötzlich von jetzt auf gleich passiert.
Yayo ist ein Mädchen, das sich direkt nach der ersten Begegnung nicht nur in Couchs Herz gestohlen hat, sondern auch in meines. Sie sieht mehr in ihm, macht sich nicht, wie alle anderen Mitschüler, über ihn lustig und treibt ihn so an, über sich selbst hinauszuwachsen.

Das Cover ist mit seinem leuchtenden Blau ein ziemlicher Blickfang im Regal. Die Schrift ist groß und quietsch-gelb gehalten und eine wunderbare Illustration von Mathias-Georg, alias Couch, auf „seiner“ Couch rundet das Gesamtbild ab.
Diese Illustration ist jedoch nicht nur auf dem Buchcover zu finden, sondern auch verteilt durch das ganze Buch. Immer wieder lockern toll gezeichnete Bilder, teils auch im Comic-Stil, die Texte auf und bieten eine witzige Abwechslung. Eine wirklich tolle Idee, wie ich finde!

„Couch on fire“ ist ein wirklich witziges und tolles Buch, das mich mehr als einmal zum Schmunzeln gebracht hat. Für jedermann geeignet, aber ganz besonders vielleicht für Jugendliche im Alter von 12-16 Jahren, die sich unter Umständen selbst in Couch wiedererkennen und sich gerne gut unterhalten lassen.
 

1 Kommentar:

  1. Dieses Buch hier ist definitiv besser als Pop:

    http://laputa-verlag.blogspot.de/2015/03/dieses-buch-ist-besser-als-pop.html

    !!!

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